Volleyball: Nordwestdeutscher Meister der U16 - FC 47 Leschede |
Zwei Hiobsbotschaften erreichten das Team des Trainerduos Reiner Egbring und Sina Heufes kurz vor Antritt der Reise zur Nordwestdeutschen Meisterschaft in Hannover. Einen Tag vor dem Turnier erreichte uns die Nachricht, dass der für die Fahrt eingeplante Bulli kurzfristig ausfällt. Dank der schnellen und unkomplizierten Unterstützung der Firma Kurze Zerspanungstechnik aus Spelle konnten wir jedoch rechtzeitig Ersatz organisieren und die Reise antreten. Nur wenige Stunden vor der Abreise folgte jedoch der nächste Rückschlag: Unsere Allrounderin Theresa Hilvert musste krankheitsbedingt passen und fiel für das gesamte Turnier aus.
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage startete die Mannschaft hervorragend ins Turnier. Gleich im ersten Spiel gegen den Dauerrivalen vom VCO Osnabrück, der mit drei NWVV-Kaderspielerinnen in der Startaufstellung begann, übertrug sich die sehr positive Stimmung innerhalb der Mannschaft auf das Spielfeld. Das Team, welches erst seit einem halben Jahr in dieser Formation zusammenspielt, mittlerweile aber zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen ist, zeigte eine überragende Leistung und gewann souverän mit 2:0 (25-13, 25-21). Der Auftritt unserer Mannschaft hatte auch den anwesenden NWVV-Landeskadertrainer Philipp Kremin derart überzeugt, dass er bereits früh den Turnierfavoriten ausgemacht hatte.
Auch im zweiten Gruppenspiel gegen den ASC 46 Göttingen ließ das Team um Spielführerin Mia Holtel nichts anbrennen und erfüllte die Pflichtaufgabe mit einem weiteren souveränen Sieg (25-11, 25-23).
Als Gruppensieger waren wir für das Viertelfinale gesetzt und trafen dort auf den SV Bad Laer. Wie bereits zu Turnierbeginn zeigten die Mädels eine starke Leistung, sicherten sich einen weiteren Erfolg und zogen verdient in das am kommenden Tag (Sonntag) stattfindende Halbfinale ein.
Am zweiten Turniertag knüpfte die Mannschaft nahtlos an die starken Leistungen des Vortages an. Im Halbfinale wurden die als annahme- und abwehrstark bekannten Nachbarn vom SV Wietmarschen mit präzisen und wuchtigen Aufschlägen zur Verzweiflung gebracht. Nach einem anfänglichen Rückstand (7-9) legte Lotta eine Aufschlagserie hin, die eine 19-9-Führung zur Folge hat. Davon konnten sich die Grafschafterinnen nicht mehr erholen. Ein deutliches 2-0 (25-12, 25-9) ebnete den Weg ins Finale.
Im Endspiel kam es schließlich zum Duell mit einem weiteren Dauerrivalen, dem USC Braunschweig.
Jetzt sollten die Früchte der guten Zusammenarbeit zwischen dem SC Spelle-Venhaus und dem FC 47 Leschede (das Team besteht aus 4 Spielerinnen des SCSV und 6 Spielerinnen des FCL) geerntet werden. Taktisch gut eingestellt, überrannten wir den USC, der ebenfalls mit 3 NWVV-Kaderspielerinnen in der Startaufstellung begann, im ersten Satz, nach einer zwischenzeitlichen Führung von 20-8, letztendlich mit 25-16. Wer nun aber damit gerechnet hatte, dass die Braunschweigerinnen einbrachen, sah sich getäuscht und der erste Turniersatzverlust führte dazu, dass die Entscheidung um die NWVV-Krone im Tie-Break fallen musste. Die Stimmung in der Halle war auf dem Höhepunkt und unser Team drehte nochmal richtig auf, zeigte große Moral und krönte sich zum Nordwestdeutschen Meister.
Die nunmehr anstehende Deutsche Meisterschaft findet am 25. und 26.04.2026 in Wiesbaden statt.
Ein besonderer Dank gilt den mitgereisten überragenden Eltern/Fans, die das Team lautstark unterstützten und jeden gegnerischen Fanblock verstummen ließen.
Ein großes Dankeschön geht zudem an die Firma Kurze Zerspanungstechnik aus Spelle für die kurzfristige Bereitstellung des Bullis sowie an die Vereinstrainer aus dem Ligabetrieb für ihre kontinuierliche Unterstützung.
Am Ende steht ein rundum gelungenes Turnier mit einer sehr starken Teamleistung – und der verdiente Titel bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft.
Bericht: Reiner Egbring

Oberer Reihe von links: Lene Keiser, Mia Holtel, Frederike Echelmeyer, Philyne Bundan, Lina Segger,
Marit Echelmeyer, Nehle Buiker, Nele Botterschulte und Lotta Egbring.
Untere Reihe von links: Die Trainer/in Reiner Egbring und Sina Heufes (es fehlt Theresa Hilvert, Nr. 13)



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